Heute stand eine etwas längere Wanderung am Programm, die letzten schönen Herbsttage wollten noch gut genutzt werden und so entschloss ich mich für eine schöne Rundwanderung am Trenchtling.
Route: PP-Präbichl – Hochturm (2.081m) – Leobner Mauer (1.870m) – TAC-Spitze (2.019m) – Vordernberger Grießmauer (2.015m) – PP-Präbichl
Start war um kurz nach 7:00 Uhr bei einem Parkplatz nach der Latschenstubn auf der Laufstraße am Präblichl (ca. 1.220m). Entlang einer Forststraße geht es gemütlich hinein in den Wald, zwischendurch sind hier schön schöne Ausblicke zur Leobner Mauer zu finden.

Bei einer Wegkreuzung geht es dann zur oberen Handlalm weiter, zuvor muss noch ein kleines Bachbett überquert werden, viel Wasser war da heute nicht also war die Überquerung kein Problem.

Nach der schön gelegenen Handlalm (1.380m) mit Blick zum Eisenerzer Reichenstein beginnt der steilere Abschnitt durch den Wald. Auf einem schön angelegten Steig geht es dort rasch weiter nach oben.

Schneller als gedacht stand ich dann schon am Lamingsattel (1.680m), bei dieser markanten Wegkreuzung kam ich dann später auch noch einmal vorbei. Bis hierher war es schön zu gehen, aber bereits kurz nach dem Sattel lag einiges an Schnee und vor allem Eis am Weg, das machte den weiteren Aufstieg durch die Latschen etwas mühsamer.

Weiter oben am Ochsenboden öffnete sich dann das Blickfeld und gab den weiteren Wegverlauf preis. Hier war auch die Wegkreuzung zur Leobner Mauer, ich beschloss aber zuerst auf den höchsten Gipfel des Trenchtlings zu gehen, also machte ich mich geradeaus auf weiter auf den Weg zum Hochturm.

Der Abschnitt über das Wildfeld zog sich etwas, aber unzählige Gämsen neben dem Weg sorgten immer wieder für etwas Abwechslung.

Der letzte Wegabschnitt hinauf zum Gipfel war dann noch einmal etwas steiler, aber nach knapp zwei Stunden stand ich endlich am Gipfel des Hochturm (2.081m).

Die Aussicht auf diesem Gipfel ist wirklich grandios, nicht umsonst wird der Berg gerne und oft begangen. Nach einer kurzen Gipfelrast machte ich mich dann auch schon wieder auf den Weg nach unten, denn das war ja erst der erste von vier geplanten Gipfel an diesem Tag.

Bis zur Weggabelung am Ochsenboden ging es im Abstieg flott dahin, dann folgte der kurze Aufstieg hinauf zur Leobner Mauer (1.870m).

Von Gipfel mit der sehr originellen Gipfelfahne gab es auch tolle Tiefblicke hinunter zum Präblichl und auch schon hinüber zum Polster und zur Vordernberger Grießmauer.

Der zweite Gipfel des Tages war also auch geschafft, und so machte ich mich wieder auf den rutschigen Weg zurück hinunter bis zum Lamingsattel. Jetzt kamen mir auch schon sehr viele Wanderer entgegen die ebenfalls auf den Hochturm wollten.

Vom Lamingsattel ging es dann aussichtsreich und ohne viel Höhenverlust hinüber zum Hirscheggsattel (1.699m).

Hier waren auf der obersten Tafel auch schon meine nächsten Gipfelziele angeschrieben, und so folgte ich dem schönen Wanderweg einige Schritte bis sich die Landschaft innerhalb weniger Minuten komplett veränderte.

Auf einmal war von grünen Wiesen und Latschen nichts mehr zu sehen und die Umgebung wurde schroff, felsig und richtig alpin. Auf losem Schotter und Geröll ging es mühsam aufwärts, auch der Schnee wurde hier immer mehr.

Vorbei am bekannten „Keppelzahn“ ging es schließlich bis zur Weggabelung, hier entschied ich mich auch wieder zuerst für den höheren und schwierigeren Gipfel, der TAC-Spitze (2.019m).

Beim Zustieg über die großen Steine und dem Schnee musste man auch gut aufpassen um nicht auszurutschen, nach wenigen Minuten war aber der Beginn des Klettersteigs erreicht.

Auf den Gipfel führt ein kurzer Klettersteig (40hm – Kat. A/B), das ist für einen erfahrenen Bergsteiger kein Problem, Anfänger und nicht geübte sollten aber auf jeden Fall ein Klettersteigset inkl. Helm verwenden.

Im Gipfelbereich selbst ist nicht viel Platz, aber gleich daneben beim Gipfelbuch gibt es einen schönen Aussichtspunkt um auch gefahrlos Fotos machen zu können.

Der dritte Gipfel an diesem Tag war also auch geschafft, also ging es über den Klettersteig wieder zurück hinunter zur Einstiegswand und von dort dann ein paar Meter zurück bis zur Weggabelung.

Ein letzter Anstieg lag jetzt noch vor mir, im schrofigen Gelände ging es hinauf zum vierten und somit letzten Gipfel des heutigen Tages, der Vordernberger Grießmauer (2.015m).

Von hier gab es ebenfalls wieder tolle Ausblicke, auch hinüber zum Hochturm, dem ersten Gipfel des Tages. Der Wegverlauf konnte hier super eingesehen werden und machte erst die länge der heutigen Wanderung deutlich.

Da der Wind am Gipfel immer stärker wurde machte ich es mir ein Stück unterhalb noch einmal für ein paar Minuten bei einer Pause gemütlich und genoss die Aussicht. Da aber noch ein langer Abstieg vor mir lag fiel die Pause nicht allzu lange aus.

Der Abstieg erfolgte im schrofigen Gelände wieder zurück hinunter zur Weggabelung und von dort über den schneebedeckten Weg bergab. Der lose Schotter und Steine sind im Abstieg wesentlich besser zu begehen als bergauf, und so erreichte ich schon nach kurzer Zeit wieder den Hirscheggsattel.

Der weitere Abstieg erfolgte dann auf der Straße hinunter zur Leobner Hütte, da diese bereits geschlossen hatte verzichtete ich auf einen Besuch und setzte meinen Abstieg gleich weiter fort.

Entlang der Straße ging es dann hinunter bis zur Abzweigung zur Handlalm bei der ich in der Früh abgebogen bin, von dort waren es dann nur noch wenige Minuten zurück bis zum Ausgangspunkt am Parkplatz am Präbichl.

Das war eine tolle Wanderung die nächstes Jahr im Frühjahr/Sommer bestimmt noch einmal wiederholt wird.
Hier ein kurzes Video von der heutigen Wanderung:
Und hier die Fotos von meiner Wanderung am Trechtling:





































































































Und hier noch ein paar Details zu dieser Tour:
Distanz: 16,80 km
Höhenunterschied im Aufstieg: 1.460 Hm
Gehzeit inkl. Pausen: 7,0 Stunden
