Gößeck über Jagasteig

Dieser Gipfel stand auch schon sehr lange auf meinem Plan, nach der Forstsperre des Bechlgrabens im September wollte ich noch das schöne Wetter nutzen um dem höchsten Berg der Eisenerzer Alpen einen Besuch abzustatten.

Nach ca. 1,5 Stunden Anfahrt startete ich meine Wanderung am gebührenpflichtigen Parkplatz (€ 1,- Parkgebühr) beim Gehöft Zeller (ca. 900m). Bis auf ein anderes Auto war dort noch nichts los, das hat mich um kurz nach 7:00 Uhr an diesem schönen Tag doch etwas verwundert, aber gut.

Start beim Gehöft Zeller, € 1,- Parkgebühr ist zu zahlen

Zuerst ging es ein Stück entlang einer Forststraße bis zu einem Quellengebiet, nach der ersten Quelle zweigt dann der Steig in den Wald hinein ab, kurz darauf erblickte ich auch schon den Wegweiser in den Bechlgraben und ein Schild das ich heute gar nicht sehen wollte, die Wegsperre wurde bis 6.10. verlängert. Na toll, die Rundwanderung war also hinfällig, das machte aber nichts, ich bin ja flexibel.

Der Bechlgraben ist noch immer gesperrt, macht nix, also gehe ich über den Jagasteig rauf

Also ging es wie geplant über den Jagasteig hinauf auf den Reiting, kurz danach hörte ich auch schon die Motorsägen und die Seilbahn, es wurde also gearbeitet im Bechlgraben, dort durchzugehen wäre fahrlässig. Der Steig verläuft zu Beginn in angenehmer Steigung durch den Wald hinauf bis zu einem Überstieg bei einem Wildgatter. Danach dreht der weitere Wegverlauf auf den Kamm zu und ab dort wird es steil.

Nicht zu verfehlen 😀

Weiter geht es dann auf einem gut sichtbaren, steilen und schottrigen Weg nach oben, hier werden gleich ordentlich Höhenmeter gemacht. Bis zu einer Jagdhütte geht es im Wald dahin, danach lichtet sich die Umgebung und erste Talblicke werden möglich.

Tolle Ausblicke

Im freien Gelände ging es dann immer steil an unzähligen Gämsen vorbei weiter, als erstes Ziel des Tages hatte ich mir den Grieskogel (2.148m) ausgesucht, der Gupf liegt am Weg und lässt sich relativ einfach ohne viel Umweg erklimmen. Von dort hat man schon einen guten Blick hinüber zum Hauptgipfel.

Der Gipfel des Grieskogel

Nach einer kurzen Gipfelpause bei unangenehmen, kalten Wind machte ich mich dann an den kurzen Abstieg zum Wanderweg, einen Gipfel wollte ich aber noch mitmachen, und so ging ich einige Höhenmeter nach unten in eine Scharte um von dort dann zur Kahlwandspitze (2.090m) aufzusteigen.

Angekommen am Gipfel der Kahlwandspitze

Von dort gibt es tolle Tiefblicke hinunter ins Tal, und auch der Wind war dort wesentlich weniger und es war auch viel wärmer, ein perfektes Platzerl für eine kurze Jause.

Blick zurück, da muss ich dann aber gleich wieder zurück hinauf

Zuletzt folgte dann noch der finale Anstieg hinauf zum Hauptgipfel, dem Gößeck (2.214m), zuerst musste ich aber wieder in Richtung Grieskogel aufsteigen um danach zur Abzweigung mit dem Wanderweg vom Steig zu kommen, erst dann ging es die letzten Meter hinauf zum Gipfel.

Jetzt geht es hinauf auf den Hauptgipfel

Dort war ich dann nicht mehr alleine, acht andere Wanderer verteilen sich im Gipfelbereich. Ich machte es mir auch gemütlich und genoss die super Fernsicht hinaus zu den Rottenmanner Tauern, dem Xeis und ins Hochschwabgebiet.

Angekommen am Gipfel des Gößeck, dem höchsten Berg der Eisenerzer Alpen

Eine Vierergruppe machte sich kurz vor mir auf den Weg nach unten, sie wählten allerdings den gesperrten Bechlgraben in dem noch immer gearbeitet wurde, entweder haben sie es nicht gewusst oder einfach ignoriert, ich tippe auf letzteres.

Tiefblick in den (gesperrten) Bechlgraben mit einigen Wanderern die trotzdem dort gehen…

Auch ich machte mich dann auf den Weg nach unten, jedoch wieder über den steilen Jagasteig, im Abstieg ist es dort teilweise wirklich herausfordernd wegen dem losen Schotter.

Ein Enzian, auch zu bist noch zu früh dran 😉

Rasch ging es dann ohne viel Pausen und unspektakulär nach unten, zum Schluss dann noch über die Forststraße zurück zum Ausgangspunkt. Nächstes Jahr möchte ich aber dann die Runde durch den Bechlgraben gehen, vermutlich im Frühling, denn der Reiting ist ja auch für seine Blumenpracht bekannt.

Hier ein Panoramavideo vom der Wanderung:

Und hier die Bilder von meiner Wanderung:

Und hier noch ein paar Details zu dieser Tour:

Distanz: 17,60 km

Höhenunterschied im Aufstieg: 1.500 Hm

Gehzeit inkl. Pausen: 6,5 Stunden

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