Eine interessante Variante abseits der bekannten Pfade auf eher selten besuchte Gipfel im Hochschwabgebiet wollte ich heute erkunden. Dabei wurden auch wieder einige Hochschwab 2.000er Gipfel eingesammelt, darunter auch der für „normale“ Wanderer eher unbekannte Turner-Bergsteiger-Turm.
Gestartet bin ich um 6:00 Uhr am Parkplatz in Seewiesen (942m), durch das Seetal hinein ging es zur Abzweigung beim Lettanger und danach hinauf durch den Bösen Wald zur Florlhütte (1.284m).

Danach gleich weiter zum Franzosenkreuz am Höllkampl (1.449m) und durch das Voisthalergassl in dem sich unzählige Steinböcke aufhielten hinauf zur Voisthalerhütte (1.654m) die ich in knapp zwei Stunden erreicht hatte.

Kurz nach der Voisthalerhütte zweigt relativ unscheinbar ein Steig ab der großteils nur von Kletterern als Zu- und Abstieg von der Karlmauer und von den Edelspitzen benutzt wird, aber auf diesem Steig lässt sich die Hochfläche relativ gut erreichen.

Über ein Schotterfeld ging es mühsam hinauf, ein Restschneefeld musste im losen Geröll umgangen werden, das kostete Kraft aber weiter oben war der Steig wieder gut sichtbar und gut zu begehen. Beim Aufstieg gab es schon tolle Ausblicke zur Hochschwab-Südwand.

Auf der Hochfläche erwartete mich dann eine knallgelbe Petergstammwiese, über die waren es nur noch wenige Meter hinauf bis zum Gipfel der Karlmauer mit dem wunderschönen Schranzkreuz (1.938m).

Der Ausblick vom Gipfel ist gewaltig, auch der Voisthalerhütte kann man direkt aufs Dach schauen. Nach einer kleinen Rast machte ich mich dann immer am Grat der Karlmauer und anschließend der Ringmauer entlang auf dem Weg zum Karlhochkogel.

Unterwegs bin ich dann auch noch am Turner-Bergsteiger-Turm (2.025m) vorbeigekommen, bei dem unscheinbaren Gipfel handelt es sich auch um einen Hochschwab-2.000er, der allerdings nur über eine kurze Kletterei (SG I bis I+) erreicht werden kann, natürlich nutze ich die Möglichkeit und bin auf den Gipfel hinauf.

Nach dem Abstieg ging es dann gleich weiter zum nächsten Hochschwab-2.000er, der Ringmauer (2.051m), bei diesem Gipfel handelt es ich eigentlich nur um eine Graskuppe, von dort hat man aber einen tollen Ausblick über die gesamte obere Dullwitz hinaus bis zur Voisthalerhütte sowie über den gesamten zurückgelegten Weg am Grat.

Auch hier habe ich mich nicht lange aufgehalten, und so ging es weglos weiter hinauf zu meinem heutigen Ziel, dem Karlhochkogel (2.096m), hier war ich zuletzt im September 2020.

Wie immer war die Aussicht und das Panorama gewaltig, eine neugierige Gämse leistete mir im Gipfelbereich ebenfalls Gesellschaft. Durch den stürmischen Wind hielt ich mich aber nicht lange am Gipfel auf und so suchte ich mir auf der Westseite ein windgeschütztes Platzerl mit einem schönen Blick hinaus durch das Trawiestal.

Nach der Rast ging es dann weglos über die Hinterwiesen hinunter zum Trawiessattel (1.911m), von dort erfolgte dann der steile und geröllige Abstieg am markierten Wanderweg hinunter in die obere Dullwitz.

Von der Abzweigung zum Graf-Meran-Steig ging es danach bei absoluter Windstille und drückender Hitze durch die obere Dullwitz wieder retour zur Voisthalerhütte, durch das Voisthalergassl hinunter zum Franzosenkreuz und bei der Florlhütte vorbei durch den Bösen Wald zum Lettanger.

Dort folgte dann noch der lange Straßenhatscher durch das Seetal zurück hinaus bis zum Parkplatz. Es war eine schöne, lange aber auch sehr anstrengende Wanderung abseits der bekannten Wege.
Hier ein kurzes Video der heutigen Wanderung:
Und hier die Fotos von der Wanderung auf die Karlmauer und auf den Karlhochkogel:






























































Und hier noch ein paar Details zu dieser Tour:
Distanz: 21,30 km
Höhenunterschied im Aufstieg: 1.490 Hm
Gehzeit inkl. Pausen: 6,5 Stunden
