Vom Freingraben auf die (noch) einsame Tonion

Gewitter waren Heute ab Mittag vorhergesagt, also habe ich den schönen Vormittag genutzt um eine schnelle Tour auf die Tonion zu machen und vor dem Regen wieder im Tal zu sein.

Das Auto blieb dieses Mal im Freingraben stehen, kurz nach der Brücke zum Lechnerbauer befindet sich auf der rechten Seite ein schöner Platz um das Auto abzustellen ohne das jemand behindert wird (ca. 760m). Entlang der Straße geht es ein kurzes Stück hinauf zum Lechnerbauer, bei der Abzweigung geht es zuerst geradeaus weiter und dann gleich rechts den Schildern folgend hinauf.

Blick zur Weichsel und zum Ringkamp

Nach kurzer Zeit wird es steiler und der Weg verläuft in gleichmäßiger Steigung hinauf zum Patrizikreuz. Hier hat man bereits eine tolle Sicht zur Hochschwabgruppe (Aflenzer Staritzen, Hohe Weichsel, Ringkamp). Bei der markanten Kehre angekommen beginnt auch ein Steig der im Vergleich zur Straße einiges an Strecke abkürzt, dafür ist er aber etwas steiler und direkter zu gehen. Nachdem auch dieser Teil geschafft war geht es noch einmal auf einem Forstweg steil hinauf zum Langboden, dort machte ich eine kleine Verschnaufpause. Man merkte schon anhand der schwülen Luft das das schöne Wetter heute nicht den ganzen Tag halten wird.

Angekommen am Langboden

Über den Langboden führt der Weg dann gemütlich weiter bis zur Naturfreunde-Hütte auf der Tonionalm (1.429m). Leider war die Hütte noch geschlossen, und so maschierte ich zuerst rechts bei der Hütte vorbei um dann direkt hinter der Hütte den letzten Steilen Wegabschnitt in Richtung Gipfel in Angriff zu nehmen. Die Sonne brannte schon ordentlich gegen den Hang, zum Glück verläuft der Weg aber auch immer wieder durch den schattigen Wald. Die Wiese selbst war übersäht von Petergstamm, Alpenglöckchen, und Bergprimel, der Frühling ist also jetzt auch in den Bergen voll eingekehrt.

Frühlingsenzian

Angekommen am Gipfelplateau erblickt man auch schon das Gipfelkreuz, die letzten Meter zum Gipfel der Tonion (1.699m) über den Almboden verlaufen auf leicht hügeligen Gelände. Das Gipfelkreuz erreichte ich kurz vor 9:00 Uhr, und weit und breit war keine Menschenseele zu erblicken. Diesen Gipfel für sich alleine zu haben ist in der Wandersaision normalerweise so gut wie unmöglich.

Das Gipfelkreuz von der anderen Seite

Die Aussicht zur Hoschwabgruppe, Hohen Veitsch, Wildalpe, Göller, Ötscher, Dürrenstein, usw. war heute erstaunlich gut. Eine Stunde habe ich mich am Gipfel aufgehalten, die Wolken wurden allerdings rundherum mehr und so machte ich mich wieder auf den Weg zurück hinunter. Die Hütte war auch beim Abstieg noch nicht geöffnet, wie ich aber herausgefunden haben ist die Hütte von Pfingsten bis Ende September an Wochenenden geöffnet. Ich war also eine Woche zu früh dort 🙂

Und hier dir Fotos von meiner Wanderung auf die Tonion:

Auch im Jänner 2017 machte ich diese Wanderung auf die Tonion, damals allerdings mit Tourenski, hier der Eintrag dazu: Vom Lechnerbauer auf die Tonion

Und hier noch ein paar Details zu dieser Tour:

Distanz: 10,80 km

Höhenunterschied im Aufstieg: 960 Hm

Gehzeit inkl. Pausen: 3,5 Stunden

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